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Der Bonner Stadtteil Kessenich liegt am südlichen Ende der fruchtbaren Rheinischen Tieflandsbucht, und zwar zwischen dem Rhein im Osten und dem Venusberg im Westen, einer Hochfläche der Hauptterrasse des Rheintales, die den Ausläufern der Eifel bzw. des Rheinischen Schiefergebirges vorgelagert ist.

Zwischen Alt-Bonn im Norden und Bad Godesberg im Süden gelegen, grenzen an Kessenich die Ortsteile Südstadt im Norden, Gronau im Osten, Dottendorf im Süden, Venusberg im Westen und Poppelsdorf im Nordwesten an. Die Kessenicher Gemarkung reicht allerdings außer im Süden weit über die Ortsteilgrenzen hinaus, und zwar bis zur Mitte des Rheins im Osten, bis an die Grenze von Ippendorf im Westen und bis zur Weberstraße im Norden.

Das aus einem eigenständigen Dorf hervorgegangene Kessenich ist seit über hundert Jahren ein citynaher Vorort von Alt-Bonn, der vorwiegend als Wohnstandort mit eigenem Versorgungszentrum bis zum gehobenen Bedarf dient und der große Teile des rheinparallelen Durchgangsverkehrs aufnimmt. Bedeutsam ist die unmittelbare Nachbarschaftslage zum ehemaligen Regierungsviertel im Ortsteil Gronau, hinzu kommen die Naherholungsgebiete Venusberg mit Kottenforst, Gronau und Wasserland. Kessenich ist mit allen benachbKessenich_Gasthaus_Rosenburg.pngarten Ortsteilen baulich zusammengewachsen.

 

Im 9. Jahrhundert wurde Kessenich erstmalig urkundlich erwähnt.Kessenich war im 15. Jahrhundert das größte Dorf im Amt Bonn. 1449 zählte es bereits 75 Häuser, 1664 waren es schon 114 und 1717 sogar 140. Aus dieser Zeit sind heute noch die Kirche, drei Fachwerkhäuser und ein und ein Gasthaus erhalten.

 

Die letzen 50 Jahre vor dem ersten Weltkrieg bewirkten auch in Kessenich große wirtschaftliche und soziale Wandlungen. Neben dem wohlhabenden Bürgertum zog in zunehmendem Maße auch die in Bonn tätige Fabrikarbeiterschaft nach Kessenich. In dieser Zeit nahm auch die Bedeutung von Handwerk und Dienstleistungen zu und dem auslaufendem Weinbau folgten Obstanbau und Gärtnereien.

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Die starke Bautätigkeit setzte sich in Kessenich auch nach der Eingemeindung von 1904 in die Stadt Bonn bis zum Ausbruch des ersten Weltkrieges fort. Kessenich wurde in steigendem Maße ein bevorzugter Wohstandort für Gelehrte der Universität, für Künstler, Pensionäre und Gewerbetreibende, sowie für höhere städtische Bedienstete.

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Das gegenwärtige Erscheinungsbild von Kessenich ist entwicklungsbedingt uneinheitlich und vielfältig, in dem sich die verschiedenen historischen Entwicklungsphasen mit ihrer unterschiedlichen Bauintensität und Architektur widerspiegeln.

Rund um den alten Ortskern und seine Ortserweiterungen Richtung Alt-Bonn schließen sich Bauten aus der zweiten Hälfte des 20. jahrhunderts an, und zwar im Osten bis zur Ortsteilgrenze an der Trasse der Deutschen Bahn als Reihenhaussiedlung,  im Westen am Hang des Venusbergs als Villensiedlung und im Nordwesten als eine städtebaulich einheitliche geplante Siedlung für Bundesbedienstete.

In Kessenich befinden sich außer einem am südöstlichen Rand gelegenen industriellen Großbetrieb - der Süßwarenfabrikant HARIBO - keine weiteren Industriebetriebe. In zentraler Lage gibt es in Kessenich zwei Kirchen, eine katholische und eine evangelische.